Donnerstag, 16. Juni 2016

Nesteldecke

Schon immer wollte ich eine Nesteldecke nähen. Heute ist es wahr geworden. In nur 2 Tagen habe ich diese genäht.

Inspiriert wurde ich wiederum in Wilwerwiltz/Luxembourg wo die Gruppe Stoffwiessel-Quilter eine solche Nesteldecke zeigten.

Nun habe ich vor 2 Tagen angefangen, den Stoff für die Quadrate zu suchen und die vielen Kleinigkeiten, die man alle so für einen Nestelquilt nehmen kann. Ich zeige Euch nun die einzelnen Schritte bis hin zum fertigen Nestelquilt.



Die Quadrate sind 21,5x21,5 cm groß

Block 1: Hier habe ich einen Reißverschluß aufgenäht mit einem langen Bändel zum ziehen sowie eine gehäkelte Spitzenbordüre.

Block 2: Ein kleines Täschchen mit Knopf und 2 JoJos. Es ist gewünscht, die Teile nicht schmalkantig aufzunähen, denn die Demenzkranken sollen ja tasten.

Block 3: Daher habe ich hier Filzstoffe verarbeitet und bekam die Idee ein kleines Büchlein zu nähen und habe hier verschiedene kleine Stoffquadrate aufgenäht, wie die Erdbeeren,

Tulpen

und eine Sonnenblume.

Block 4: Ein Täschchen mit Druckknopf zum öffnen und schließen und ein Eulenbild mit Bändern.

Block 5: Eine Schleife und eine Kordel mit einem Glöckchen.

Block 6: verschiedene Bänder und ein Stück von einem gestrickten Rand.

Block 7: Eine Jeanstasche, die nachträglich noch 2 an einer Kordel befestigte leere Garnrollen bekam.



Block 8: Ein Schlüsselband, ein Stück Teddystoff und ein Stück Fleece.

Block 9: Bunte Pilze. In dem Innenleben dieses Blockes habe ich Knisterfolie verarbeitet.

Die Quadrate sind aneinandergenäht mit Vlies und Rückseitenstoff.

Diesen Quilt habe ich in der Naht mit der Maschine gequiltet. Er hat die Größe von 59 x 59 cm. An die Seite habe ich noch eine Schlaufe zum Aufhängen genäht.  Wenn die Nesteldecke nicht benutzt wird - die Pflegeheimzimmer haben ja meist  nicht so sehr viel Platz - dann kann man sie gleich am Haken aufhängen.
In unserer Gruppe wollen wir das Thema Nesteldecke besprechen. Nun kann ich anhand dieser Decke zeigen, was eine Nesteldecke ist und was sie bei den demenzkranken Menschen bewirkt.

Ich habe jetzt noch so viele Reste und Kleinigkeiten rumliegen. Wahrscheinlich werde ich noch einige Nesteldecken nähen. Man kann diese auch viel einfacher gestalten, indem man nur ein größeres buntes Stoffquadrat nimmt und daran am Rand unifarbene Streifen näht, auf die man die Gegenstände näht. Es kommt ja nicht auf die Größe an, da diese Decke entweder auf dem Tisch liegt bzw. auf dem Schoß des Erkrankten.


Kommentare:

blauraute hat gesagt…

Liebe Moni,
sehr schön ist die Nesteldecke geworden. Sicher wird sie einem alten Menschen etwas die Zeit vertreiben und ihn ruhiger werden lassen. Du hast Dir sehr viel Mühe mit dem "Anschauungsobjekt" gegeben.
Liebe Grüße
Roswith

Valomea hat gesagt…

Liebe Monika,
ein schönes Erstlingswerk! Und die Idee, Strickstücke mit zu verwenden, gefällt mir gut.
LG
Valomea

sigisart hat gesagt…

Hallo Moni,
das ist eine gute Idee solche Decken zu nähen und deine ist sehr schön geworden und hat viele kleine Details, die neugierig machen.
L.G.
sigisart

Martina M hat gesagt…

Hallo Monika,
eine sehr schöne Idee - so eine Nesteldecke und du hast dir unheimlich viel Mühe gegeben sie Abwechslungsreich zu gestalten. Und für dein erstes Stück - meine Hochachtung.
Mit deiner Erfahrung können ja jetzt noch viele folgen.
LG Martina

Tips hat gesagt…

bravo, die Nesteldecke schaut sehr abwechslungsreich aus.
Winkerüße Lari

AnnJ hat gesagt…

Ui, was für eine tolle Idee! Ich habe per "Blog-Hopping" hierhergefunden und lese mich fasziniert durch die Einträge.
Da ich ehrenamtlich auf einer geriatrischen Station im Krankenhaus - u. a. auch mit Demenzkranken - tätig bin, würde ich so eine Nesteldecke gerne nähen. Darf ich die Idee kopieren? :-)
Und eine Frage dazu: Wie lässt sich so eine Decke waschen? Handwäsche, oder?
Lieben Gruß
AnnJ